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Letzte Saison für den Skiverleih des Bundes

Skifahren hat in Österreich eine lange Tradition. Deshalb war und ist es eine Zielsetzung des BMBWF, Schülerinnen und Schüler in ganz Österreich bestmöglich dabei zu unterstützen, Skifahren zu erlernen. Das ist auch der Grund, weshalb das BMBWF innerhalb des Arbeitsbereichs der ZSSW einen Skiverleih betreibt. Er wurde 1948 mit dem Grundgedanken ins Leben gerufen, auch Kindern aus sozial schwachen Familien die Teilnahme  an einem Schulskikurs zu ermöglichen. Dieses Ziel verfolgt das BMBWF bis heute. Allerdings haben sich die Umstände mittlerweile grundlegend geändert.

Angesichts der Vielzahl privater Anbieterinnen und Anbietern erscheint ein ministeriumseigener Skiverleih nicht mehr zeitgemäß. Deshalb ist geplant, den Skiverleih ab dem Schuljahr 2019/20 nicht mehr weiterzuführen.

Freilich sollen betroffene Schülerinnen und Schülern sowie ihre Familien weiterhin dabei unterstützt werden, damit jeder und jedem die Teilnahme an einem Schulskikurs offen steht. Deshalb arbeitet das BMBWF an einer verstärkten Zusammenarbeit mit Skiverleihunternehmen, damit ihnen verbesserte Konditionen offenstehen. Darüber hinaus wird eine Ausweitung bestehender Förderungen diskutiert.

Die Wintersaison 2018/2019 wird also die nunmehr 70-jährige Geschichte der Sparte Skiverleih zu einem finalen Ende führen.



Warum Wintersportwochen?

 

Sport und speziell Schulsport können durch ihre vielfältigen Erlebniswelten und Wahrnehmungen eine Vielzahl von Erfahrungsmöglichkeiten bereitstellen, die sich besonders für die Initiierung sozialer Lernprozesse nützen lassen.

Wintersport wird zumeist in Gemeinschaft oder aus der Gemeinschaft heraus ausgeübt und eignet sich deshalb im besonderen Maß, soziales Interagieren zu lernen.

Will eine Lehrerin oder ein Lehrer ein produktives Lernumfeld fördern und aus diesem Grund die jeweilige Klassengemeinschaft stärken, so bietet der Sportunterricht und vor Allem das gemeinsame Erlebnis einer Wintersportwoche hierzu einen idealen Rahmen.

Lehrerinnen und Lehrer werden hierbei oftmals auch auf neue Art und Weise wahrgenommen und können dadurch einen partnerschaftlichen Zugang in der Interaktion mit ihren Schüler/innen anbieten.

Laut einer aktuellen Studie der Universität Bayreuth weisen Jugendliche nach der Teilnahme an einer Wintersportwoche ein positiveres Selbstwertgefühl auf und fühlen sich dadurch dem schulischen Alltag besser gewachsen.

Sie bewerten ihre Beliebtheit im Klassenverband, als Ausdruck sozialer Eingebundenheit, nach der Wintersportwoche höher als vor diesem Gemeinschaftserlebnis.

Dem manchmal angeführten Argument der "Verletzungsgefahr" bei sportlicher Betätigung im Freien, kann mit ruhigem Gewissen und belegt durch zahlreiche weitere Studien der Gewinn an körperlichem, geistigem und sozialen Wohlbefinden unserer Schülerinnen und Schüler gegenübergestellt werden.